Es ist essentiell, mit Bad Beats zurechtzukommen, wenn man auf Dauer erfolgreich und profitabel Poker spielen will. Denn es wird immer vorkommen, dass man klar die bessere Hand hat, aber von einem schlechteren Spieler mit einer schlechteren Hand noch am Turn oder River überholt wird. Das gehört zum Spiel dazu und genauso gehört es zu den Fähigkeiten eines guten Spielers, sich von diesen Bad Beats nicht beeindrucken lassen. Hier einige weitere Tipps, wie man das schafft:
* Positive Programmierung: dieses Konzept stammt aus dem Bereich Neurolinguistische Programmierung (NLP), deren Ziel ist, die Muster der Gedanken bewusst zu verändern, um negatives Verhalten abzustellen.
Eine Möglichkeit, dies im Poker anzuwenden, ist, sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen und sich vor dem geistigen Auge eine Bad Beat-Situation vorzustellen. Je detaillierter man sich die Karten, die Spieler, die Bankroll vorstellt, desto besser.
Und nun prägt man sich das Verhalten ein, das man umsetzen möchte: Der River bringt das „lucky out“ für den Gegner und er gewinnt. Doch du bleibst ruhig. Du atmest in deiner Vorstellung tief durch, machst dir noch einmal bewusst, dass Bad Beats Teil des Spiels sind, und spielst dann ganz normal weiter.
Der Sinn dieser Übung ist, dass sich das Gehirn daran erinnern wird, dass man sich so verhalten möchte. Denn eine Annahme der Neurolinguistischen Programmierung ist, dass das Gehirn sich auf vergangene Reaktionen in bestimmten Situationen zurückbesinnt und dann in einer ähnlichen Situation in Zukunft genauso reagieren wird. Daher ist es wichtig, die so oft einstudierte negative Reaktion auf Bad Beats (Ärger, Wut, Tilt) umzuprogrammieren in eine positive Reaktion (Ruhe, Konzentration, Coolness).
* Trigger-Analyse: unter Triggern versteht man die Anlässe, die dazu führen, dass ein bestimmtes negatives Verhalten auftritt. Versteht man diese Auslöser für den Tilt, der aus Bad Beats entsteht, kann man diesen Kreislauf gleich zu Beginn stoppen, nämlich beim Trigger. Überlege dir also, wann genau du auf Bad Beats schlecht reagierst. Ist es immer, wenn du mit der bessere Hand noch verlierst, oder nur wenn du viel Geld eingesetzt hast? Nur in Turnieren oder auch in Cash-Games? Bist du dir der Ursache bewusst, kannst du wieder die Positive Programmierung zu Hilfe nehmen und dir vorstellen, wie der Trigger stattfindet, aber nichts auslöst, da du die Kontrolle behältst.
Mit diesen beiden Techniken (Positive Programierung und Trigger-Analyse) kannst du lernen, in Zukunft besser mit Bad Beats umzugehen.