Vor Jahren las ich mal, dass sich 93 Prozent aller Männer in Deutschland für überdurchschnittlich gute Autofahrer halten. Ganz ähnlich steht es bekanntermaßen um die Selbsteinschätzung der meisten Pokerspieler. Was uns direkt zur ersten Dummheit führt, die den Besten an den Online Poker Echtgeld Tischen NIEMALS passieren würde. Auch dann nicht, wenn sie betrunken sind. Siehe Punkt Nummer Zehn.
1. Gewinner machen sich nichts vor. Sie wissen genau, dass sie auch mal auf der Verliererseite sein können. Und zwar länger, als ihnen lieb ist. Denn das ist eins der Naturgesetze beim Pokern um Echtgeld, Live wie Online. Also nehmen sie Downswings mit Gleichmut und nutzen diese Phasen, um an ihrem Spiel zu arbeiten.
2. Wer an einem Online Poker Echtgeld Tisch ständig nachlädt, weil er seine Verluste wieder auszugleichen hofft, kann sein Geld genauso gut in den Mülleimer werfen. Oder, wie Doyle Brunson es formulierte: “Wer in einem Loch sitzt, sollte aufhören zu buddeln.”
3. Vielleicht muss man nicht akribisch Buch über jeden Cent führen, den man beim Online Poker gewinnt oder verliert. Manch einem bekommt solches Micro-Bankroll-Management nicht. Aber immer wissen sollte man, ob man gerade anfängt, mit Geld zu spielen, das man eigentlich für den Lebensunterhalt braucht. Dann heißt es Notbremse ziehen!
4. Apropos Bankroll: Gewinner haben nichts zu verschenken. Sie informieren sich immer darüber, wo es die besten Online Poker Echtgeld Bonusangebote gibt. Und sie lassen da nichts anbrennen.
5. Noch eine “alte” Pokerweisheit: Was nützt es dir, der neuntbeste Pokerspieler der Welt zu sein, wenn die Acht vor dir an deinem Tisch sitzen?
Genug vom Hüten des eigenen Geldes. Widmen wir uns nun dem Gewinnen des fremden.
6. Da ist die Sache mit dem Ego. Gewinner demonstrieren es nicht – sie haben es einfach. Zum Beispiel halten sie vor allem auf den niedrigeren Limits nicht jeden Raise oder Reraise des Gegners für einen Täuschungsversuch.
7. Nur Verlierer oder solche die es werden wollen, achten nicht auf ihre Position, spielen jede marginale Hand und verlieren das Interesse am Spielgeschehen, falls ihre Holecards doch mal im Muck gelandet sind.
8. Sammy Farha formulierte es so: “No teaching at the tables!” Gewinner sind nicht so blöd, andere Spieler belehren zu wollen, vor allem nicht an Echtgeld Tischen. So mancher Fisch stand schon auf und nahm sein gutes Geld mit, weil er plötzlich merkte, wie schlecht er spielte. Oder weil er sich beleidigt fühlte. Richtig gute Gewinner bringen es fertig, dass schlecht spielende Gegner sich wohl fühlen und am Tisch bleiben, OBWOHL sie gemolken werden. Manchmal helfen die Pokergötter nach, indem sie einem Fisch das sprichwörtliche As auf dem River bescheren. So gesehen ein Segen (außer im Turnier, versteht sich).
9. Weder in den frühen Phasen eines Turniers, wenn viele Spieler sich billig den Flop anschauen wollen, noch auf den Low und Micro Limits an den Online Poker Echtgeld Tischen leisten sich erfahrene Zocker Slowplay mit Assen oder Königin. Warum wohl?
10. Nicht betrunken spielen. Außer es ist WSOP, und du heißt zufällig Scotty Nguyen.